Vorgeschichte
Die Idee der Unabhängigkeit gewann nur
zögernd an Boden. Der Kongress wagte es nicht, die Unabhängigkeit auszurufen.
Der militärische Kampf der zumeist recht undisziplinierten Truppen Washingtons
gegen die reguläre Armee Großbritanniens verlief nämlich keineswegs erfolgreich.
Daher war es für die Amerikaner von entscheidender Bedeutung, dass ihnen Frankreich
und Spanien Kriegsmaterial lieferten und erfahrene Offiziere schickten. Erst
jetzt ließen sich die Kongressdelegierten zum letzten unwiderruflichen Schritt
bewegen. Am
4. Juli 1776
beschlossen sie
„The Unanimous Declaration of Thirteen united States of America“.
Die
Amerikaner hatten den Krieg gewonnen, sich die Freiheit erkämpft. Dir britische
Armee war abgezogen. Nun kamen auf die 13 Staaten aber neue Probleme zu. Hatten
die Amerikaner überhaupt das Zeug dazu, ihre Unabhängigkeit zu erhalten?
Die wirtschaftlichen und politischen
Schwierigkeiten machten eine Neuordnung der gemeinsamen Organisation der 13
Staaten unumgänglich. Eine Konferenz in Philadelphia arbeitete eine Bundesverfassung
aus, welche im Jahr 1789 in Kraft trat.
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·
Die Legislative
(gesetzgebende Gewalt) übt der aus zwei Kammern bestehende Kongress aus.
Im Senat
ist jeder Einzelstaat durch zwei Senatoren vertreten; diese wurden bis 1913 von
den Volksvertretungen der Einzelstaaten, seither direkt von der Bevölkerung für
sechs Jahre gewählt. Den Vorsitz im Senat führt der Vizepräsident der USA. Das Repräsentantenhaus
besteht aus 435 Abgeordneten, die in gleicher, unmittelbarer und geheimer Wahl
alle zwei Jahre gewählt werden.
·
Die Exekutive
(vollziehende Gewalt) liegt beim Präsidenten, der für vier Jahre gewählt wird.
Auf Grund eines Zusatzartikels aus dem Jahre 1951 ist nur eine Wiederwahl
möglich. Der Präsident ist Staatsoberhaupt und Regierungschef, leitet die
Außenpolitik, befehligt Streitkräfte, ernennt die Bundesbeamten sowie die Bundesrichter
und besitzt in der Gesetzgebung ein Vetorecht (Einspruchsrecht).
·
Die Judikative
(richterliche Gewalt) liegt beim Obersten Gerichtshof, der aus neun vom
Präsidenten auf Lebzeiten ernannten Bundesrichtern besteht. Er prüft die
Gesetze und Veraltungsakte des Bundes und der Einzelstaaten.
Zum ersten Präsidenten der
Vereinigten Staaten von Amerika wurde 1789 George Washington gewählt. Die
Verfassung der USA trat somit in Kraft.
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Die Monroe Doktrin
Die
von James Monroe, dem 5. Präsident der (1817 -1825) im Kongress am 2.12.1823
abgegebene
Jahresbotschaft ging als die sogenannte Monroe Doktrin in die Geschichte ein.
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Diese
Doktrin, enthielt im Wesentlichen vier Punkte:
Zum
einen „non-colonization“ , dieser Punkt spricht den europäischen
Kolonialmächten jegliche Einmischung in amerikanische Angelegenheiten ab.
Der
zweite Punkt „two-spheres“, versucht die eklatanten Unterschiede der
politischen Systeme von Amerika (Demokratie) und dem europäischen Kontinent (Monarchie)
aufzuzeigen.
Daraus
resultiert dann entsprechend dem dritten Punkt „non-extension“, der die
Ausweitung des europäischen Systems, in Amerika als eine ernstliche Bedrohung
ansehen würde.
Im
vierten Punkt „non-intervention“, sichert Amerika zu, sich nicht in bestehende
Konflikte in Europa oder bereits bestehenden europäischen Kolonien einzumischen.
Andererseits, soll auch Europa von jeglicher Einmischung in amerikanische
Angelegenheiten absehen.
Die
Adressaten dieser Rede waren insbesondere Spanien und Russland, denn von
diesen
beiden
Staaten hatte sich aus Sicht der USA in den vergangenen Jahren ein erhebliches
außenpolitisches
Bedrohungspotenzial aufgebaut.
Die
vier genannten Punkte der Monroe-Doktrin, hatten aber auch noch einige
unterschwellige Ziele.
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.
Des
Weiteren wurde die Sympathie zu den Unabhängigkeitsbestrebungen in
Lateinamerika unterstützt, was sicherlich für das Demokratieverständnis der USA
spricht.
Die
Unabhängigkeitsbestrebungen der Staaten in Lateinamerika zu unterstützen,
brachte nicht zuletzt die Möglichkeit in ökonomische Beziehungen zu diesen neu
entstehenden Staaten zu treten. Ein weiterer Vorteil war, dass die Spanier nun
ihr Handelsmonopol nicht aufrecht erhalten konnten.
Daher
ist bereits im Prinzip der die Idee der open door policy verwurzelt, wenn
nicht sogar begründet
Natürlich
spielte auch die Emanzipation und Separation von Großbritannien, sowie allen
anderen europäischen Staaten eine große Rolle.
Im
Prinzip der non-colonization, sind schon latent die Grundzüge, der open-door
Politik zu erkennen.
Abschließend
bleibt festzustellen, dass sich die Anwendung der Monroe Doktrin als ein
Leitfaden für die Gestaltung der U.S.-Außenpolitik etablierte. Welchen
Stellenwert die einzelnen Punkte jeweils einnahmen, richtete sich hauptsächlich
nach dem jeweils amtierenden Präsidenten. In jedem Fall prägte sie die
Außenpolitik bis zum Ende des ersten Weltkrieges nachhaltig.
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Der Imperialismus der
USA
Zu Beginn der Geschichte
der USA, war von Imperialismus noch nicht zu spüren. Die Zeit von 1776 -1890
lässt sich vielmehr als Zeitalter der Isolation bezeichnen. Der neue
Staatenbund, steckte seine Kraft eher in die Besiedlung der eigenen Ländereien
und war einfach zu weit von Europa entfernt, um dort in die außenpolitischen
Angelegenheiten einzumischen. Außerdem war der Staatenbund noch sehr locker und
eine Außenpolitik, die die unterschiedlichen Interessen der Einzelstaaten
hinreichend zu berücksichtigen.
Bundesgewalt war durch die
,,Konföderationsartikel" lediglich dazu befugt Währungsangelegenheiten,
auswärtige Angelegenheiten, Verträge der Staaten untereinander, Verhandlungen
mit Indianern, die Post und den Unterhalt der Bundesarmee zu tätigen.
Durch den ,,Bill of
Rights" (1791), der ersten amerikanischen Verfassung, änderte sich dies
und die Einheit des Staatenbundes war etwas gestärkt. Die Grundsätze der
amerikanischen Außenpolitik, für welche die die Monroe, die Weichen stellte,
bildete die Grundlage für den Imperialismus.
Zu Beginn des
Imperialismus, beschränkten sich die Bestrebungen der USA zunächst auf den
eigenen Binnenraum, in dem sie noch nicht alle Gebiete erobert hatten.
Insbesondere strebten sie nach Westen, um dort neuen Lebensraum für die neu
ankommenden Siedlern zu schaffen, da die Gründungskolonien nicht ausreichend
räumliche Kapazitäten aufwiesen, um diesem Ansturm gewachsen zu sein. Nicht zuletzt
konnten so natürlich auch neue Agrarräume und Ressourcen erschlossen werden.
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