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Amenophis II. .doc

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Human Science
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Karl-Franzens-Universität Graz - KFU
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2006
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AMENOPHIS II.

Amenophis II. war ein altägyptischer Pharao und siebter König der 18. Dynastie (Neues Reich).

Er regierte etwa von 1428 bis 1397 v. Chr.

Thronname:   Amun-hetep ("Amun ist zufrieden")

 

 


Amenhotep II.
hier mit dem Zusatz:
Ntjr-Hqa-Jwnw (Jmn-Htp, ntr-hqa-jwnw)
Amun ist gnädig (zufrieden), Gott und Herrscher von Heliopolis

Amenophis II. war der Sohn von Thutmosis III. und dessen Hauptfrau Meritre-Hatschepsut.

Ursprünglich war Amenophis II. nicht der Thronerbe, denn sein Halbbruder Amenemhet verstarb wohl früh. Sein Vater machte ihn zum Mitregenten und sie regierten gemeinsam ca. 2,5 bis 3 Jahre. Angeblich betrug seine Regierungszeit 25 Jahre und 10 Monate.

Die Hauptfrau von Amenophis II. war Tia, die Mutter seines Nachfolgers Thutmosis IV. Weitere Söhne von ihm sind: Aa-chepru-Re, Si-Amun, Ahmose, Amenemipet, Nedjem, Amenhotep zweimal und Prinz Webensenu.

Dessen mumifizierten Überreste, beigesetzt in seinem Sarkophag in KV 35, sind von einem großen, kräftigen Mann. Indes sind einige Zweifel an der korrekten Identifikation dieser Mumie aufgekommen.

Außenpolitik

Amenophis II. galt als körperlich starker Mann. Seine sportlichen Leistungen im Laufen, Rudern, Pferdedressur (Streitwagen) und Bogenschießen sind urkundlich belegt, ebenso sein Hang zur Grausamkeit.

In seinem 3. Jahr zeigt er sich mit seinen Truppen in Tachsi, südlich von Qadesch am Orontes.

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Nicht gesichert ist, ob er Gefangene lebendig in Gruben verbrannt hat.

Im 7. Jahr zieht er wieder nach Nordsyrien bis Qadesch, der Feldzugsbericht ist jedoch unvollständig. Vielleicht erlitt er eine Niederlage gegen Mitanni. Auf dem Rückzug brandschatzt er kleine Dörfer in Palästina, wohl um seine Truppen zu versorgen, und feiert das als großen Sieg.

Im 8. Jahr zieht er nach Nubien. Der Feldzug im 9. Jahr ist bescheidener, denn er geht nur bis Palästina.

Innenpolitik, Bautätigkeit

Sein Wesir wird nach Rechmire (TT100), der bereits unter Thutmosis III. diente, Amenope-Pairi (KV48). Vizekönig von Kusch ist Wesersatet.

Eine umfangreiche Bautätigkeit des Königs ist im ganzen Land belegt. Leider ist heute fast alles zerstört und es finden sich oft nur noch Inschriften.

Rundplastik

Die Statuen Amenophis II. folgen in Typ, Ikonographie und zunächst Physiognomie denen des Vorgängers. Weiterentwicklungen sind in der Ikonographie und der Physiognomie festzustellen. In der Physiognomie zeichnet sich seine Plastik in schlanken Wangen und einem spitzen Kinn aus.

Ein wesentliches ikonographisches Detail ist die Lappung des Schendits, die nur unter Amenophis II. sowohl rechts über links (vgl. Kairo EM CG 42075, New York MMA 13.182.6), als auch links über rechts (konventionell) abgebildet sein kann. Dadurch lassen sich unbeschriftete Statuen auf ihn datieren.

Tod und Begräbnis

Nach einer Regentschaft von ca. 26 bis 31 Jahren starb der Pharao.

Im Jahr 1898 fand Loret das Grab AmenophisII. im Tal der Könige (KV 35), die Mumie des Königs lag noch in ihrem Sarg.

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Heute befinden sich einige der Mumien im Ägyptischen Museum von Kairo. Nachdem zunächst versucht wurde, Amenophis II. in seinem Sarkophag zu belassen, wurde die Mumie bei einem Einbruch durch moderne Grabräuber stark zerstört.

Daher wurde auch sie im Jahr 1923 nach Kairo überführt.

Sein Sohn Thutmosis IV. wurde sein Nachfolger.


Grafiken wurden automatisiert entfernt

KV 35, Riss und Schnitt (5085)


Grafiken wurden automatisiert entfernt

CACHETTE

 

Das Grab Amenophis’ II. ist eines der Meisterwerke der Grabarchitektur der 18. Dynastie (1450 - 1425 v. Chr.). Es wurde im März 1898 von Victor Loret entdeckt und beinhaltet nicht nur die Verstorbenen Amenophis II., seinen Sohn Webensenu und eventuell auch seine Mutter Hatschepsut- Meryetre, sondern auch weitere 17 Mitglieder des Königshauses.

Wie andere Gräber im Tal der Könige war es schonungslos geplündert.

Die Konstruktion des Grabes ist beeindruckend. In der Grabkammer befinden sich sechs Pfeiler. Auf diesen ist Amenophis II. im Angesicht der verschiedenen Totengötter (Anubis, Hathor, Osiris) dargestellt.

Im Grab fand man viele Gegenstände der Ausstattung, obwohl es ausgeraubt war. Allerdings waren die Stücke nicht viel wert, sie bestanden aus Holz, Leder, Stein, Glas, Gewebe.

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Die Darstellungen auf dem Sarkophag zeigen Anubis und die vier Söhne des Horus an den Seitenwänden sowie knieende Figuren von Isis und Nephtys am Kopf- und Fußende.

Weiterhin fand man eine Kanopenkiste aus Kalzit mit Figuren von vier Schutzgöttinnen; Utschebis; Holzstatuen des Königs und diverser Götter; Bootsmodelle; Begräbnispapyrus.

Das Grab Amenophis II. ist ein typisches Grab der frühen Periode: Die Grabkammer wurde mit jeweils zwei seitlichen Anbauten an der Ost- und Westseite versehen.

Die Dekorationen umfassen nur die eigentliche Grabkammer die vom Hauptgang rechtwinklig abknickend angelegt wurde. Die eher als Zeichnungen denn als Malereien zu benennenden Dekorationen treten auf den weißen Säulen prägnant hervor, die Wände enthalten Szenen und Texte aus dem Unterweltsbuch (Amduat = das ist eine text-/bildliche Darstellung von religiösen Szenen wie der Fahrt der Sonnenbarke in den zwölf Stunden der Nacht). Durch die Kursivhieroglyphen und die Tönung des Hintergrunds gewinnt man den Eindruck, der Text sei auf Papyrus geschrieben.

Der Text wurde im Gegensatz zur Praxis in vielen anderen Gräbern nicht als Flachrelief in die Wand eingraviert.

Die Decke zeigt gelbe Sterne auf blauem Grund.

 

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Die Sarkophage waren gegen Ende der 20. Dynastie in das Grab KV 35 gebracht worden.

Offen bleibt die Frage, weshalb die Grabplünderer die Mumie Amenophis’ II. nicht schändeten, wie sie es üblicherweise taten, wenn sie nach Goldamuletten und anderen wertvollen Gegenständen suchten, die auf den Leichnam des Toten gelegt waren.


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