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Alkalimetalle als Reduktionsmittel .doc

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Natural Science
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Chemistry
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Universität Hamburg
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2009
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Anorganisch-chemisches Kurspraktikum für Studierenden mit Chemie im Nebenfach

Name: Assistent: Michael Kölzer

Datum: 04.03.2009 Versuchstag: 4

V 4.1: Alkalimetalle als Reduktionsmittel

4.1.1        Durchführung

Ein Becherglas wurde mit destilliertem Wasser gefüllt, um anschließend ein Stück Lithium dazu zugegeben. Danach wurde der pH-Wert der zurückgebliebenen Lösung mit einem Stück Indikatorpapier gemessen.

4.1.2        Beobachtung

Das Lithium reagierte mit dem Wasser unter Sprudeln und Gasbildung, dabei löste es sich unter Wärmebildung auf. Der pH-Wert lag bei über 10, die Lösung ist also basisch.

4.1.3        Deutung

Das Lithium reagierte mit Wasser zu Lithiumhydroxid und gasförmigem Wasserstoffgas, wobei das Lithium oxidiert und der Wasserstoff des Wassers reduziert wurde. Die Wärme lässt sich dadurch erklären, dass es sich hierbei um eine exotherme Reaktion handelte. Der pH-Wert kommt durch das Lithiumhydroxid, eine starke Base, zustande.

Reaktionsgleichung: 2 Li + 2 H2O ↔ 2 LiOH + H2

V 4.2: Erdalkalimetalle als Reduktionsmittel

 

4.2.1.      Durchführung

Eine kleine Menge Magnesium-Späne wurden in einem Becherglas mit 2 M Salzsäure versetzt.

 

4.2.2.      Beobachtung

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4.2.3.      Deutung

Magnesium, welches oxidiert wurde, reagierte mit Salzsäure, dessen Wasserstoffatome reduziert wurden, zu Magnesiumchlorid (weißer Niederschlag) und Wasserstoffgas. Die entstandene Wärme erklärt sich durch die exotherme Reaktion.

Reaktionsgleichung: Mg + 2HCl ↔ MgCl2 + H2

4.2.4.      Vergleich 4.1 und 4.2

Bei beiden Versuchen handelte es sich um Redoxreaktionen, bei denen jeweils das Metall oxidiert wurde. Der Unterschied bestand in der Oxidationsstufe von Lithium und Magnesium, Lithium wird um eine Stufe oxidiert, gibt also ein Elektron ab und es entsteht Lithiumhydroxid, Magnesium hingegen wurde um zwei Stufen oxidiert und gab folglich zwei Elektronen ab, es entstand Magnesiumhydroxid, welches eine Passivierungsschicht um die Magnesiumspäne bildete.

Zum Magnesium wurde statt Wasser Salzsäure zugegeben, da Magnesium ein relativ reaktionsträges Element ist und von Wasser bei Raumtemperatur nicht angegriffen wird.

Bei beiden Reaktionen wurden eine Wärmeentwicklung und die Entstehung eines Gases, nämlich Wasserstoffgas, beobachtet.

 

 

V 4.3: Bestimmung der molaren Masse von Zink

 

4.3.1.      Durchführung

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2 mL Wasser gefüllt wurde. Zum andern wurde der Rundkolben mit einem zweiten Schlauch, welcher in ein leeres Becherglas ragte, verbunden. Am Ende dieses Schlauches befand sich ein Quetschhahn. Dieser Schlauch wurde komplett mit Wasser gefüllt (siehe Skizze). Der Innendruck war gleich dem Aussendruck.

Skizze 1: Apparativer Aufbau zur Molekulargewichtsbestimmung von Zink.

Anschließend wurden die Zink-Granalie und die Säure vereint und der Quetschhahn geöffnet. Nach Auflösung des Zinks konnte durch die verdrängte Menge an Wasser die molare Masse von Zink errechnet werden.

4.3.2.      Beobachtung

Die Zink-Granalie reagierte mit der Säure unter starker Bläschen- und somit Gasbildung und wurde dabei vollständig aufgelöst. Das Gas verdrängte 113,81 g Wasser aus dem Rundkolben, welches in das Becherglas floss.

4.3.3.      Deutung

Zink reagierte unter Zugabe von Salzsäure zu Wasserstoff und Zinkchlorid. Es handelte sich auch hier um eine Redoxreaktion, wobei Zink oxidiert und Wasserstoff reduziert wurde.

Reaktionsgleichung: Zn + 2 HCl ↔ ZnCl2 + H2

 

Gegebene Werte: Gesuchte Werte:

m(H2O)= 113,81 g T = 21 °C = 294 K M(Zn)

m(Zn) = 0,44 g P = 1,013 bar

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Es gilt: Ideale Gasgleichung: p * V = n * R * T

n(H2)= p * V(H2)/ R * T

= 1,013 bar * 0,11381 l / (8,3144 J * mol-1 * K-1 * l * 294 K)

= 101,3 KPa * 0,11381 l / (8,3144 KPa * mol-1 * l * 294 K)

= 4,71641 * 10-3 mol

n(H2)= n(Zn)

Es gilt: M = m / n

M(Zn) = m(Zn) / n(Zn) = 0,44 g / 4,71641 * 10-3 mol

= 93,29 g / mol

Dieses Ergebnis weicht vom Literaturwert von M(Zn)= 65,37 g / mol enorm ab. Hierbei ist anzumerken, dass der Rundkolben defekt war. Über den Hals des Rundkolbens bis zur Mitte des Bauches war ein deutlicher Riss zu erkennen, durch den Wasserstoffgas entwich. Dadurch wurde weniger Wasser verdrängt, was wiederum zu falschen Ergebnissen führte.

V 4.4: Quantitative Analyse: Oxidimetrische Titration von Oxalsäure mit Kaliumpermanganat

4.4.1.      Durchführung

In einem 100 mL Messkolben wurde eine Oxalsäurelösung mit unbekannter Konzentration bis zur Kalibriermarke mit destilliertem Wasser aufgefüllt. Anschließend wurden hiervon

20 mL mittels einer Vollpipette abgenommen und in einem Erlenmeyerkoben wieder auf

100 mL aufgefüllt. Hierzu wurden 20 mL einer 1 molaren Schwefelsäure gegeben und das Gemisch auf 80 °C erwärmt. Eine Bürette wurde mit einer 0,02 molaren Kaliumpermanganat-Lösung befüllt und titriert, bis eine schwache Rosafärbung gerade noch bestehen blieb. Der Verbrauch wurde anschließend abgelesen.

 

4.4.2.      Beobachtung

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4.4.3.      Deutung

Erst wurde die Oxalsäure, welche reduziert wurde, durch das Kaliumpermanganat, welches oxidierte, solange neutralisiert, bis die Oxalsäure vollständig umgesetzt war. Erst dann konnte sich das Kaliumpermanganat mit seiner violetten Färbung durchsetzen.

+VII +II

Oxidation: MnO4¯+ 8H+ + 5e¯ → Mn²+ + 4H2O

+III +IV

Reduktion: C2O4²¯ → 2 CO² + 2e¯

Gesamtreaktion: 2MnO4¯ + 5C2 O42- + 16H+® 2Mn2+ + 10CO2 + 8H2O

Gegebene Werte: Gesuchte Werte:

M(H2C2O4)= 90 g / mol t = 0,90395 m(H2C2O4, gesamt)

V(MnO4¯) = 15,9 mL C(MnO4¯) = 0,02 mol / L

n(MnO4¯) = V(MnO4¯) * c(MnO4¯) * t = 0,0159 L * 0,02 mol / L * 0,90395

= 0,287456 mmol

n(H2C2O4)= F(stöch.) * n(MnO4¯)= 2,5 * 0,287456 mmol

= 0,71864 mmol

F(stöch.) berechnet sichaus der Reaktionsgleichung, also dem Verhältnis der Stoffmenge von Oxalsäure zu Kaliumpermanganat.

m(H2C2O4) = n(H2C2O2) * M(H2C2O2)= 0,71864 mmol * 90 g / mol

= 64,677622 mg

Da die Oxalsäurelösung ja zu Anfang um einen Faktor von 1:5 verdünnt wurde, gilt:

 

m(H2C2O4, gesamt) = 5 * 64,677622 mg

= 323,3881125 mg ≈ 323,39 mg

 

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