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3a)
Reaktionsmuster: „wachstumskritische Dissidenz“ (Andersdenkende)
Kritik
an Großbürokratien, an „Leuchttürmen“ und deren Priorität in der Förderung
Kritik
an Professionalität und staatlicher Kulturförderung
d.h. Ablehnung des „Identitätsmodells“
als Wachstumsbasis
zentrale
Aufgabe sattlicher und kommunaler Planung und
Politik:
Sicherung von Wirtschaftskraft und Wirtschaftwachstum –
fraglich
ist mit welchen Instrumenten diese Aufgabe realisiert werden soll
3b)
Kulturpolitisches Konzept
Konzept der „aktiven
Bürgergesellschaft“
Versuch ohne staatliche Bürokratien,
Apparate oder Großinstitutionen des privaten Wirtschaftslebens Kulturleben
einer Stadt oder Region zu bestreiten
ABER: ohne nachdrückliche, stabile
und langfristige öffentliche Förderung müssten ca. 80% aller deutschen
Kultureinrichtungen sofort schließen
radikale Zuspitzung des Konzeptes:
Befürwortung von Laienkultur und Mäzenatentum,
Zwischenfazit: unzureichend um
Quantität und Qualität des staatlichen und kommunalen Kulturlebens in
Deutschland nach bisherigen Maßstäben sicher zu stellen
Zusammenfassung Modelle:
Jedes Modell geht von spezifischen
Kulturbegriffen oder Kulturvorstellungen aus:
„Grundversorgungsmodell“ :
kulturelle Bildung als Gegenstand von
Kulturförderung und Kulturpolitik
„neo-konservative“ Modell :
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„wachstumskritische“ Modell:
Kulturbegriff, der Kultur als Lebensform
versteht
P: Bedingt durch die Verabsolutierung seiner
Perspektive auf Kultur eines jedes Modells wird dieses damit fragwürdig.
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Perspektiven für die Zukunft
kommunaler Kulturpolitik
1) abgewogene und den
Mitteln angemessene Kombination der drei Grundmodelle
Beachtung der
Grenzen eines jedes Ansatzes,
Bsp: Bibliotheken,
Musik- oder Kunstschulen und Volkshochschulen werden als Einrichtungen der
kulturellen Bildung verstanden und ansatzweise nach gewissen
„Grundversorgungsprinzipien“ behandelt.
Bsp. Einsatz &
„Bändigung“ des neo-konservativen Modells: Konzentration auf Spitzenleistungen,
ohne die Kultur nicht leben kann, die aber auch nicht auf Kosten der
kulturellen Bildung betrieben werden dürfte.
Bsp: Einsatz des 3.
Modells „Kultur als Lebensweise“ schwierig,
Lebensweisen kein
Gegenstand staatlicher Politik (Bsp. Identitätspolitik)
Praxis: Umsetzung
unter schwierigen Bedingungen der kommunalen und staatlichen Haushalte kaum
noch möglich
Folge: Konkurrenz
der drei Konzepte untereinander und klarere Herausbildung der Einzelkonzepte
Fazit: Kombination
aller drei Konzepte nicht möglich ist → Perspektiven, die
die Einseitigkeiten der Einzelkonzepte vermeiden
Perspektive für das Konzept der „kulturellen
Grundversorgung“
Versuch der Realisierung der Politik einer
chancengleichen Bildung
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Verbindung der kulturellen Bildung mit dem
Schulsystem
z.B. Künstler und Musiker die
Arbeitsgemeinschaften an Schulen anbieten
Perspektive für das „neo-konservative“
Modell :
Beschränkung der Förderung von
Spitzenleistungen im Sinne einer ökonomischen Standortpolitik
(Ablehnung des Konzeptes einer ökonomisch
begründeten Identitätspolitik)
Einbindung der Sponsoren und des Marktes:
Nicht nur Verfolgung der ökonomischen und kulturellen Interessen der Eliten ,
sondern auch in die Pflicht nehmen
Perspektive für das „wachstumskritische“
Modell:
weitestgehende „Entlassung“ in die
Selbsthilfe ; aber „Hilfe zur Selbsthilfe“
Bsp: Ehrenamtsvermittlung und –förderung;
Bereitstellung von Übungs- und Probenräumen; Übernahme von Honoraren
professioneller Dirigenten bei Laienchören und Laienorchestern, um deren
Qualität zu heben und zu sichern.
Großes Potential für eine neue und
phantasievolle Verknüpfung professioneller und Laientätigkeit, öffentlicher und
privater Ressourcen
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Fazit:
Zielsetzung der Kommunalen Kulturpolitik
unter gegenwärtigen Bedingungen in allen Bereichen (Finanzierung von Kultur,
deren Produktion und Rezeption)
Experiment und Innovation.
Versuche der Erneuerung, mit den schwierigen
Rahmenbedingungen produktiv und phantasievoll zu begegnen
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ob dieses von mir gezogene Fazit auch
konkret auf kommunaler und regionaler Ebene umgesetzt wird und anhand welcher
Kriterien die Schwerpunktsetzung erfolgt wird anhand der
Kulturwirtschaftberichte deutlich.
Bsp für diese stellen euch
jetzt vor
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