ÄGYPTEN / Mesopotamien
WAS MACHT EINE HOCHKULTUR AUS?
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Göttliche Herrscher (Bei den Kulturen im 3 Jt. V. Chr. lag
die Macht in den Händen des Herrschers. In Ägypten gewann das Königsamt immer
mehr religiöse Bedeutung, bis es schließlich sogar zur Gleichsetzung von Pharao
und Gott kam.)
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Mächtige Bauten (Pyramiden von Gizeh, Cheops- Pyramide)
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Wissenschaft und Medizin
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Schrift (Hieroglyphen)
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Städte
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Kunst
DIE ANFÄNGE
Bereits 9000 v. Chr. zogen Nomaden immer näher an die Ufer
des Nils und „entdeckten“ den Ackerbau. Es ist unbekannt, woher die frühen
„Ägypter“ kamen. Ägyptologen vermuten Mischungen unterschiedlicher
Volksgruppen. Aus nubischen, äthiopischen und libyschen Einheimischen sowie
semitischen Einwanderern entstand zwischen 4000 und 3000 v. Chr. das Volk der
Ägypter.
Etwa um 3000 v. Chr. entstanden an Euphrat und Tigris- im
„Zwischenstromland“ (Mesopotamien) die ersten Städte mit Ziegelhäusern, Schule,
repräsentativen Palästen, Werkstätten und Tempeln. Es gab ein Rechensystem,
einen Kalender, die erste Kanalisation der Welt und vor allem aber eine
entwickelte Schrift.
Die ägyptische Kultur ist über Jahrtausende ziemlich
einheitlich. Unterschiede der Baustile, Mode und Schmuckformen sind oft nicht
zu unterscheiden.
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Zwei Reiche bildeten sich: OBERÄGYPTEN und UNTERÄGYPTEN.
Der PHARAO MENES einte 2900 v. Chr. die beiden Reiche.
Hauptstadt wurde Memphis an der ehemalige Grenze zwischen den beiden Reichen.
DER NIL
Der Nil war die Quelle des ägyptischen Reichtums. Jährliche
Überschwemmungen lagerten Schlamm ab, der beiderseits des Flusses aus dem
Wüstenboden fruchtbares Land für den Ackerbau machte. Die jährlichen
Nilüberschwemmungen und die Isolation durch die angrenzenden Wüstengebiete
führten zu einer hohen kulturellen und zeitweise auch politischen Stabilität.
SPRICHWORT: „caput nili quaerere“ = „den Ursprung des Nils
suchen“ → Wegen den Stromschnellen konnten die Ägypter nicht
flussaufwärts fahren; daher konnten sie den Ursprung nicht finden.
DIE FELLACHEN (BAUERN)
Durch die Sand- und Steinwüste von Nord-Ost-Afrika zieht
sich der Nil. Auf einer Breite von 10-20 km links und rechts davon liegt
fruchtbares Land. Hier wohnten und arbeiteten die Fellachen.
Sie stellten den größten Teil der Bevölkerung. Die Arbeit
der Fellachen hing eng mit dem Fluss zusammen. Wenn der Nil Hochwasser führte,
überschwemmte er das Land. Ging das Wasser wieder zurück, blieb eine fruchtbare
Schlammschicht. Nun konnten die Bauern pflügen, säen und schließlich ernten.
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Außerdem züchteten die Bauern Rinder, Schafe, Schweine,
Ziegen, Hunde, Esel, Gänse, Affen und die aus Nubien eingeführte Katze.
Kurz vor der Ernte kamen dann Beamte und schätzten den
voraussichtlichen Ernteertrag. Auf diese Weise wurde die STEUERABGABE (Korn und
Vieh) festgelegt, d.h. die Bauern mussten Teile des Ernteertrages an den Pharao
abgeben, der das Getreide dann in Speichern hortete. Damit konnte dieser
wiederum die vielen Frohnarbeiter verköstigen, die für ihn Tempelanlagen,
Pyramiden usw. bauten.
In der Zeit der Nilüberschwemmung arbeiteten sie für den
Pharao auf den Baustellen der Tempel und Pyramiden.
DER PHARAO - HERRSCHER UND GOTT
Die Staatsform war die THEOKRATIE (Herrscher = religiöses
Oberhaupt).
Pharao war eigentlich kein Titel, sondern nur die
ehrfurchtsvolle Umschreibung („Großes Haus“) des Herrschers, dessen
„Göttlichkeit“ anfangs außer Frage stand. Der Herrscher sah sich selbst als
Abkömmling oder sogar Personifizierung von Horus, dem falkengesichtigen Gott,
später als Sohn des Sonnengottes Re.
Zur Reinhaltung des göttlichen Blutes heirateten die
Pharaonen bevorzugt ihre Schwestern oder Halbschwestern, manchmal sogar ihre
Töchter.
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Ø
Hatschepsut: Sie lebte im 15 Jhdt. v. Chr. und war
die Tochter von Tutmosis I. Hatschepsut war mit ihrem Stiefbruder Tutmosis II.
verheiratet, der aber früh starb. Da bisher nur männliche Herrscher akzeptiert
worden sind, erfand man die Legende, dass sie vom Gott Amun als Herrscherin
bestimmt worden sei. Sie wird nur männlich dargestellt. Unter ihr erlebte
Ägypten eine kulturelle und wirtschaftliche Blüte.
Ø
Amenophis IV: (1364-1347 v. Chr.) Er kreierte den
Monotheismus und verkündete einen neuen, einzigen Gott: Sonnengott Aton. Ab
jetzt nannte er sich Echnaton („Aton ist zufrieden“). Er war mit
Nofretete verheiratet und gründete die neue Hauptstadt Achet-Aton.
Ø
Tut-Ench-Amun:
(1347-1338 v. Chr.) Er war Echnatons Nachfolger und hieß ursprünglich
Tut-Ench-Aton. Doch die Priester konnten ihn überzeugen, zu Gott Amun „zurückzukehren“.
Er wird oft als „Kindkönig“ bezeichnet, da Historiker meinen, dass er im
Kindesalter auf den Thron kam und mit ca. 19 Jahren starb. Bekannt wurde er vor
allem durch sein unversehrtes Grab (von Howard Carter 1932 ausgegraben).
Ø
Ramses II: (1290-1224 v. Chr.) Er regierte fast 60 Jahre lang, beinahe
doppelt so lange wie die durchschnittliche Lebenszeit eines Ägypters! Er hatte
über 100 Kinder und unter ihm erreichte die Bautätigkeit ihren Höhepunkt.
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Die Ägypter dachten, dass der Pharao nach seinem Tod bis zum
Begräbnis sprechen kann.
KLEOPATRA - DIE LETZTE KÖNIGIN ÄGYPTENS
Kleopatra VII., die Große
Ägyptens bedeutendste Königin
und letzte Herrscherin der Ptolemäer- Dynastie war Kleopatra (69-30 v. Chr.).
Sie trug eine Hakennase und ist keine besonders schöne Frau gewesen; das machte
sie aber durch ihren ungewöhnlichen Charme und Geist wett. Ihre beiden
römischen Geliebten, Caesar und Marcus Antonius, sie selbst und ihr Sohn
Caesarion endeten tragisch.
Nach dem Tod ihres Vaters
bestieg die 18-jährige 51 v. Chr. zusammen mit ihrem Bruder und Gemahl
Ptolemaios XIII. den ägyptischen Thron. 48 v. Chr. wurde Kleopatra VII. von den
Anhängern Ptolemaios’ XIII. vertrieben.
Ebenfalls 48 v. Chr. hielt sich
Caesar (100-44 v. Chr.) in Alexandria auf. Kleopatra wurde die Geliebte des
52-jährigen Caesar und schenkte ihm 47 v. Chr. den Sohn Caesarion. Kleopatra
konnte mit Caesars Unterstützung den Thron zurückgewinnen.
Von 47 bis 44 v. Chr. regierte
Kleopatra zusammen mit ihrem Bruder Ptolemaios XIV. über Ägypten. Auf Einladung
Caesars hielt sie sich von 46 bis 44 v. Chr. in Rom auf. Nach Caesars Ermordung
am 15. März 44 v. Chr. kehrte Kleopatra nach Ägypten zurück. Noch im selben
Jahr erhob sie ihren Sohn Caesarion (Ptolemaios XV.) zum Mitregenten, nachdem
Ptolemaios XIV. gestorben war.
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