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Ägypten/Mesopotamien .doc

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BG/BRG Knittelfeld
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2005
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ÄGYPTEN / Mesopotamien

WAS MACHT EINE HOCHKULTUR AUS?

-          Göttliche Herrscher (Bei den Kulturen im 3 Jt. V. Chr. lag die Macht in den Händen des Herrschers.

In Ägypten gewann das Königsamt immer mehr religiöse Bedeutung, bis es schließlich sogar zur Gleichsetzung von Pharao und Gott kam.)

-          Mächtige Bauten (Pyramiden von Gizeh, Cheops- Pyramide)

-          Wissenschaft und Medizin

-          Schrift (Hieroglyphen)

-          Städte

-          Kunst

DIE ANFÄNGE

Bereits 9000 v. Chr. zogen Nomaden immer näher an die Ufer des Nils und „entdeckten“ den Ackerbau. Es ist unbekannt, woher die frühen „Ägypter“ kamen. Ägyptologen vermuten Mischungen unterschiedlicher Volksgruppen. Aus nubischen, äthiopischen und libyschen Einheimischen sowie semitischen Einwanderern entstand zwischen 4000 und 3000 v.

Chr. das Volk der Ägypter.

Etwa um 3000 v. Chr. entstanden an Euphrat und Tigris- im „Zwischenstromland“ (Mesopotamien) die ersten Städte mit Ziegelhäusern, Schule, repräsentativen Palästen, Werkstätten und Tempeln. Es gab ein Rechensystem, einen Kalender, die erste Kanalisation der Welt und vor allem aber eine entwickelte Schrift.

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Die Bevölkerung wohnte entlang des Nils in so genannten GAUEN. Jeder Einwohner gehörte dem gleichen Stamm an, verehrte die gleichen regionalen Götter und folgte seinem Stammesführer oder Gaufürsten.

Zwei Reiche bildeten sich: OBERÄGYPTEN und UNTERÄGYPTEN.

Der PHARAO MENES einte 2900 v. Chr. die beiden Reiche. Hauptstadt wurde Memphis an der ehemalige Grenze zwischen den beiden Reichen.

DER NIL

Der Nil war die Quelle des ägyptischen Reichtums. Jährliche Überschwemmungen lagerten Schlamm ab, der beiderseits des Flusses aus dem Wüstenboden fruchtbares Land für den Ackerbau machte. Die jährlichen Nilüberschwemmungen und die Isolation durch die angrenzenden Wüstengebiete führten zu einer hohen kulturellen und zeitweise auch politischen Stabilität.

SPRICHWORT: „caput nili quaerere“ = „den Ursprung des Nils suchen“ → Wegen den Stromschnellen konnten die Ägypter nicht flussaufwärts fahren; daher konnten sie den Ursprung nicht finden.

DIE FELLACHEN (BAUERN)

Durch die Sand- und Steinwüste von Nord-Ost-Afrika zieht sich der Nil. Auf einer Breite von 10-20 km links und rechts davon liegt fruchtbares Land. Hier wohnten und arbeiteten die Fellachen.

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Da es im Süden Ägyptens oft jahrelang nicht regnete, mussten für die BEWÄSSERUNG der Felder KANÄLE und DÄMME angelegt werden. Mit der Zeit entstand ein ausgeklügeltes Bewässerungssystem, sodass auch Felder angelegt werden konnten, die nicht direkt am Nil lagen.

Außerdem züchteten die Bauern Rinder, Schafe, Schweine, Ziegen, Hunde, Esel, Gänse, Affen und die aus Nubien eingeführte Katze.

Kurz vor der Ernte kamen dann Beamte und schätzten den voraussichtlichen Ernteertrag. Auf diese Weise wurde die STEUERABGABE (Korn und Vieh) festgelegt, d.h. die Bauern mussten Teile des Ernteertrages an den Pharao abgeben, der das Getreide dann in Speichern hortete. Damit konnte dieser wiederum die vielen Frohnarbeiter verköstigen, die für ihn Tempelanlagen, Pyramiden usw. bauten.

In der Zeit der Nilüberschwemmung arbeiteten sie für den Pharao auf den Baustellen der Tempel und Pyramiden.

DER PHARAO - HERRSCHER UND GOTT

Die Staatsform war die THEOKRATIE (Herrscher = religiöses Oberhaupt).

Pharao war eigentlich kein Titel, sondern nur die ehrfurchtsvolle Umschreibung („Großes Haus“) des Herrschers, dessen „Göttlichkeit“ anfangs außer Frage stand. Der Herrscher sah sich selbst als Abkömmling oder sogar Personifizierung von Horus, dem falkengesichtigen Gott, später als Sohn des Sonnengottes Re.

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Nach 30 Jahren Regierungszeit musste der Pharao beim SEDFEST (Kult- Lauf vor den Göttern) beweisen, dass er noch imstande ist sein Volk zu regieren.

Ø  Hatschepsut: Sie lebte im 15 Jhdt. v. Chr. und war die Tochter von Tutmosis I. Hatschepsut war mit ihrem Stiefbruder Tutmosis II. verheiratet, der aber früh starb.

Da bisher nur männliche Herrscher akzeptiert worden sind, erfand man die Legende, dass sie vom Gott Amun als Herrscherin bestimmt worden sei. Sie wird nur männlich dargestellt. Unter ihr erlebte Ägypten eine kulturelle und wirtschaftliche Blüte.

Ø  Amenophis IV: (1364-1347 v. Chr.) Er kreierte den Monotheismus und verkündete einen neuen, einzigen Gott: Sonnengott Aton.

Ab jetzt nannte er sich Echnaton („Aton ist zufrieden“). Er war mit Nofretete verheiratet und gründete die neue Hauptstadt Achet-Aton.

Ø  Tut-Ench-Amun: (1347-1338 v. Chr.) Er war Echnatons Nachfolger und hieß ursprünglich Tut-Ench-Aton.

Doch die Priester konnten ihn überzeugen, zu Gott Amun „zurückzukehren“. Er wird oft als „Kindkönig“ bezeichnet, da Historiker meinen, dass er im Kindesalter auf den Thron kam und mit ca. 19 Jahren starb. Bekannt wurde er vor allem durch sein unversehrtes Grab (von Howard Carter 1932 ausgegraben).

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Er kämpfte mit den Hethitern bei KADESCH (1285 v. Chr.). Da der Kampf unentschieden ausging, täuschte er seinen Sieg vor. Danach gab es aber einen Friedensvertrag.

Die Ägypter dachten, dass der Pharao nach seinem Tod bis zum Begräbnis sprechen kann.

KLEOPATRA - DIE LETZTE KÖNIGIN ÄGYPTENS

Kleopatra VII., die Große

Ägyptens bedeutendste Königin und letzte Herrscherin der Ptolemäer- Dynastie war Kleopatra (69-30 v. Chr.). Sie trug eine Hakennase und ist keine besonders schöne Frau gewesen; das machte sie aber durch ihren ungewöhnlichen Charme und Geist wett. Ihre beiden römischen Geliebten, Caesar und Marcus Antonius, sie selbst und ihr Sohn Caesarion endeten tragisch.

Nach dem Tod ihres Vaters bestieg die 18-jährige 51 v. Chr. zusammen mit ihrem Bruder und Gemahl Ptolemaios XIII. den ägyptischen Thron. 48 v. Chr. wurde Kleopatra VII. von den Anhängern Ptolemaios’ XIII. vertrieben.

Ebenfalls 48 v. Chr. hielt sich Caesar (100-44 v. Chr.) in Alexandria auf. Kleopatra wurde die Geliebte des 52-jährigen Caesar und schenkte ihm 47 v. Chr. den Sohn Caesarion. Kleopatra konnte mit Caesars Unterstützung den Thron zurückgewinnen.

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