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Agrar und Bioklima .doc

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Environmental Science
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Enviromental Sciences
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Karl-Franzens-Universität Graz - KFU
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Einleitung

Im gegensatz zo ortsfesten Pflanzen können sich Menschen und Tiere vor bioklimatischen Umwelteinflüssen schützen. Pflanzen sind ein wichtiger Faktor für die Landschaftsgestaltung. Im Bezug auf die Standortwahl agrarischer Nutzpflanzen und Sonderkulturne sind agrar- und bioklimatische Aussagern sowie Untersuchungen die Basis für die Erstellung von Naturraumpotentialkarten und Eignungskarten.

In der Steiermark gibt es sochle detailierten Untersuchungen seit 1970 jedoch ist das Interesse an agrarklimatischen Studien zurückgegangen da es seit 1981 keinen Spätfrost mit drastischen Schäden mehr gegeben habt.

Begriffsdefinitionen und ihre historische Entstehung

Es gibt viele unterschiedliche Interpretationen für ein und den selben Begriff.

Für den Begriff „Lokalklima“ gilt auch die Bezeichnung Meso-, Klein-, Subegional-, landschafts- oder Topoklima. Größenordnungsmäßige Klimabegriffe sind Makroklima (>100km, Globalklima, Großraumklima, Regionalklima), Mesoklima (0,5-100km, Landschaftsklima, Geländeklima, Flachland- und Gebirgsklima), Mikroklima (0,5-500m, Klima von Mulden, Straßen, Höfe) und Miniklima (Innenraumklima, Klima im Pflanzloch, am Stamm, am Blatt).

Es gibt viele Parameter, die das Lokalklima beeinflussen:

--> Art der Bodenoberfläche: Fels (Art, Farbe, Wärmeleitfähigkeit); Boden (Art, Struktur, Farbe,);

Wasser (Tiefe, Oberflächenausdehnung, Bewegung); Vegetation (Art, Höhe, Dichte,

Farbe); landw. Fläche (Brachland, Art der Bewirtschaftun); städtisches und ind.

Gebiet (Baumaterial, Farbe, Wärmeleitfähigkeit)

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Ausformung (flach, konvex, konkav); Energieangebot

(Breitengrad, Seehöhe, Lage, Hangneigung); Grad der Exponiertheit (Schutz durch

Häuser, Bäume, etc); Rauhigkeit (ländl. Gebiet: Bewaldung, Grasland, Felder; städt.

Gebiet: Verteilung und Durchschnittshühe der Bebauung, Lage von Straßen,

Blöcken)

--> Albedo: Bodenart

--> Ausstrahlungskapazität: Bodenart und Maximaltemperatur

Relevante Begriffe:

Geländeklima: ein Spezialfall des Lokalklims; eine reine Größenbezeichnung; man berücksichtigt das Gelände und darauf bezogene Klimaelemente (Temperatur, Wind, Sonnenscheindauer);

Bioklima: Synonym für Agrar- und/oder Bestandsklima; Verallgemeinerung und Erweiterung des spezielleren Begriffs Agrarklima;

Agrarklima: Ausprägung des Geländeklima; besonders wichtig sind Parameter die für die pflanzliche-agrarische Nutzung von Bedeutung sind;

Wesentliche agrarklimatologische Parameter

Für das Wachstum für die Vegetation sind Klima und Boden von wichtiger Bedeutung. Klimatische Bedingungen beeinflussen die Lebensvorgänge direkt durch und den Boden indirekt. Parameter des thermischen sowie hygrischen Bereiches (hängen unmittelbar zusammen; bei hohen Temperatur kann die Transpiration ein Maß erreichen, dass der Wassernachschub aus dem Boden icht mehr gegeben ist;), Lichtintensität und Tageslänge, chemische Faktoren und mechanische Einflüsse sind maßgebliche Faktoren für das Wachstum der Pflanzen.

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Besonnungs- und Strahlungsverhältnisse

Die Sonne ist mehr oder weniger die einzige Strahlungsquelle. Auf dem Weg der Strahlung durch die Atmosphäre erfolgt Extinktion (Abschwächung der Lichtstrahlen; abhängig von der Sonnenhöhe bzw.

Einfallswinkel); Streuung (Himmelsstrahlung) und Reflexion (an der Obergrenze der Atmosphäre). Nicht nur die Mächtigkeit der durchdringenden Luftmasse sonder auch die Trübung und der Wasserdampfgehalt sind für die Abschwächung der Strahlen verantwortlich.

Im Sommer dies alles am größten und nimmt mit zunehmender Seehöhe ab. Im Winter herrscht somit in der Höhe der größte und im Sommer in den Niederungen der geringste Strahlungsgenuss. Für die Umsetzung der Strahlungsenergie in Wärme ist der Einfallswinkel der Sonne ausschlaggebend.

Auch die Umterschiede in der Tageslänge zwischen Sommer und Winter sind von Bedeutung. Die Sonnenbestrahlung ist im Sommer 4-5 mal so hoch wie die im Winter.

--> Himmelsstrahlung: man unterscheidet zwischen direkter Sonnenstrahlung und diffuser Streustrahlung (Himmelsstrahlung); abhängig von der zerstreuenden Wirkung der Atmosphäre (bei starker Trübung größer als bei klarem Wetter); bei wolkenlosem Himmel nimmt die Himmelsstrahlung mit zunehmender Seehöhe ab bei Bewölkung nimmt sie

allerdins zu. Grund: die zu durchdringende Wolkenschicht wird mit zunehmender Höhe

geringer.

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von Witterung;

--> Strahlungsbilanz: Sonnenstrahlung und Himmelsstrahlung nur tagsüber und versch. Wellenlängen; es gibt aber noch langwellige (infrarot, nicht sichtbar) Gegenstrahlungen (Wärmestrahlung); diese gehen von Atmosphäre und den Wolken aus; sie ist ist somit von der Temperatur und der Luftfeuchtigkeit abhängig; starke Bewölkung mildert die nächtliche Abkühlung der unteren Luftschicht; die Reflixionsstrahlung ist vom Untergrund abhängig (Neuschnee 90%, Erde 7%)

Bei der Besonnung handelt es sich um eine strahlungsgeometriesch erfassbare, direkte solare Bestrahlung bei mittlerer Trübung und siderischem Horizont ohne Berücksihtigung der Bewölkungsverhältnisse.

Grundlage für die objektive Untersuchung ist die Besonnungszahl. Mittels dieser Besonnungszahl kann man fuur jede beliebige Fläche die Besonnung in kcal/cm2 ausrechnen. Der Einfluss der Breitenänderung ist im Gegensatz zu einer Veränderung der relativen Sonnenscheindauer eher gering.

Von November – Februar führt Nebel zu Energieverlust. August – Oktober lösen sich Talnebel rascher als im Winte. Juni – August gewitterreiche Sommer und März –Mai gibt es erhöhte Durchlüftung, Advektion (Kalt- und Warmfront), morgendliche Neben geringer als im Herbst, Mai lokale Gewitter am Nachmittag.

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West- und Osthänge verhalten sich wie ebene Flächen und bezüglich der relativen Sonnenscheindauer sind im Sommer die Westhänge gegenüber den Osthängen benachteiligt.

Die unterschiedliche Besonnungsgunst bestimmt neben der Steilheit des Hanges und der Lage zu lokalen Kaltluftseen auch die Schneedeckendauer. Die Unterschiede in der Schneedeckendauer sind die entscheidenden kleinklimatischen Merkmale der Standorte.

Ausschlaggebend sind die Lage des Reliefs zu den einwirkenden Faktoren, Sonneneinstrahlung und Wind. Von der Einstrahlung sind vor allem die Boden- und Bodenoberflächentemperatur, die Temperatur von Pflanzenteilen, die Bodenfeuchte, die Verdunstung, die Schneeschmelze und die Dauer der Vegetationsperiode abhängig. Für die Schneedeckendauer ist auch die Nebelhäufigkeit und der Grad der Bewölkung von Bedeutung.

Bodentemperaturen sind von der Besonnungsgunst und der Einstrahlungsintensität abhängig. Die höchsten mittleren Bodentemperaturen unter sonst gleichen Verhältnissen finden sich an dem der Nachmittagssonne ausgesetzten SW-Hang.

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