Ach Liebste,
lass uns eilen
Im Gedicht „Ach
Liebste, lass uns eilen..“ von Martin Opitz, das in der Zeit des Barocks
entstand, geht es um das Auskosten der Liebe und des Lebens mit der ständigen
Präsenz/Gewissheit des Todes.
Dies überrascht
nicht, da das Lebensgefühl im Barock, durch den 30-jährigen Krieg
gekennzeichnet, das in Korrelation der Motive „carpe diem“ und „Memento Mori“
stand.
Ebenso stand der
Vanitas-Gedanke im Vordergrund was schließlich am Titel „Ach Liebste, lass uns
eilen..“ deutlich wird, da die Gier nach Lust sich durch das gesamte Gedicht
zieht.
Gliedern kann
man das 24-zeilige Gedicht in drei Sinnabschnitte, wobei das Metrum durchgängig
gleich bleibt. (Jamben etc.) Dabei stellt der erste Abschnitt eine Aufforderung
(Z. 1-8), der zweite eine bildliche Veranschauung, der dritte wiederum eine
Aufforderung dar.
So wechseln
sich 2- und 3- hebige Jamben ab.
Was man auch von
männlichen und weiblichen Kadenzen behaupten kann. Auch der Kreuzreim ist ein
ständiger Begleiter des Lesers.
Das Gedicht
beginnt mit einer Aufforderung des Lyrischen Ich an seine Geliebte die Zeit zu
nutzen und gemäß dem Carpe-Diem- Prinzip zu leben. Deshalb hält es das
„verweilen“ (Z.3) im Leben und der Liebe für reine Zeitverschwendung, da es
sich bei der Schönheit bspw. genauso verhält. (zitat)
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Außerdem wird
hier das fortschreitende Weichen der Schönheit mit der Pesonifikation
(zitat)(Z. 5-6) verdeutlicht.
Im zweiten
Abschnitt (ab Zeile9 bis)wendet sich der Autor der Bildebene (Pictura-Bereich)
zu, gemäß dem Petrarkismus mit Metaphern wie “Mündlein von Korallen” umzu
verdeutlichen das die schönen Körperteile verwelken werden. Hier ähnelt sein
sein Stil dem der erotischen Lyrik.
Für den gleichen
Zweck verwendet er auch Hyperbeln wie “Der Augen Feuer...”(Z.11). Dies ist
typisch für den Barock und ist als Werbung an die Geliebte zu verstehen, die
hier durch die Verbindung mit dem drohenden Ende der Schönheit zur Aufforderung
hochstilisiert wird.
Gleichzeitig
hält wieder der Memento Mori Gedanke einzug ins Gedicht(ab Z.20). Durch die
Metapher “Händ als Schnee verfallen” (Z.15) wird die Vergänglichkeit auf die
Spitze getrieben. Der nachfolgende Satz “Und du wirst alt” (Z.16) stellt noch
einmal klar, dass die Zeit ausgeht und man die Angst vor dem Tod und der
Vergänglichkeit nicht abstellen kann (Memento Mori). Der dritte Abschnitt
beginnt dagegen wieder mit dem Gedanken des Carpe Diems “Drum lass uns jetzt
genießen “(Z.17).
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Nun folgt das zu
vergleichende Gedicht. Es handelt sich dabei um das in den Jahren 1925/6
entstandene Gedicht Bertold Brechts “Entdeckung an einer jungen Frau”. Der
Titel spiegelt den Inhalt gut wieder, schließlich geht es um das Bemerken der
Vergänglichkeit und ihre Konsequenz daraus. Obwohl das Gedicht nicht in den
Jahren des Barocks entstand spielen die typischen Barockmotive (vanitas und
carpe diem) eine tragende Rolle.
Das Gedicht
liegt zwar in einer Sonettform vor, jedoch unterschiedet es sich vom gemeinen
Barockgedicht im Reimschema der letzten drei Strophen. Während in der ersten
Strophe der Kreuzreim Verwendung findet, wird er schon in der nächsten Strophe
durch einen umschließenden Reim ersetzt. In den zwei Dreizeilern findet man ein
für das Barock (und für uns) völlig unbekanntes Reimschema, nämlich cde ced.
Inhaltlich unterteilen lässt sich das Gedicht in zwei Abschnitte. So kann man
die erste Strophe als eine Art Hinführung verstehen. Schließlich beschreibt er
wie dem lyrischen Ich nach einer Liebesnacht durch das Erkennen einer grauen
Haarsträhne die Vergänglichkeit vor Augen geführt wird (“Da sah ich: eine
Strähne in ihrem Haar war grau” (Z. 3)).
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zusammentreffende“ Begebenheit
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