Abdichtungen
Bauwerksabdichtung bezeichnet das Abdichten eines Bauwerks gegen
Feuchtigkeit.
Wasser kann in Poren der Ziegel des Betons und des Fugenmörtels
eindringen.
Dieser Effekt wird nicht nur durch Wasserdruck, sondern auch durch
Kapillarwirkung verursacht.
(Der Kapillareffekt bewirkt dass das Wasser in engen Hohlräumen, Röhren
oder Spalten nach oben steigt.)
Die Feuchtigkeit erzeugt
Bauschäden, insbesondere in Verbindung mit Frost. Zudem können chemische
Bestandteile Bauteile angreifen (auch Beton und Stahl).
Weiterhin bestehen
gesundheitliche Risiken durch Schimmelbildung.
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1.Arten von Feuchtigkeit:
• Bodenfeuchte: Ist versickerndes
Niederschlagswasser oder kapillar aufgesaugtes Grundwasser
• nichtdrückendes Wasser: Wasser auf
Balkonen, Terrassen Wasser auf Oberflächen in Sanitärräumen
• von außen drückendes Wasser sich
aufstauendes Sickerwasser, Grundwasser
• von innen drückendes Wasser: Bei
Schwimmbecken oder sonstigen Wasserbehältern.
Diese vier Arten werden auch als Lastfälle
bezeichnet (definiert in DIN 18195).
Grundsätzlich ist eine Abdichtung auf der Seite, an
der die Feuchtigkeit anfällt. Waagrechte und senkrechte Abdichtungen müssen
ohne Lücken (Feuchtebrücken) verarbeitet sein.
2.Baustoffe:
Die Abdichtstoffe werden auch als Sperr- oder
Dichtungsstoffe bezeichnet.
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Dazu zählen Bitumen (Gemisch aus Erdöl und anderen
organischen Stoffen) und Asphalte, welche aus Erdöl bzw. Asphaltstein gewonnen
werden, sowie Teer welcher aus Stein- bzw. Braunkohle gewonnen wird.
Diese Stoffe als sollen ein oder mehrlagig als
Spachtelung heiß oder kalt aufgetragen werden.
Vor Aufbringung des Voranstriches soll der
Untergrund ausgetrocknet, glatt und staubfrei sein.
Die Spachtelung muss eine lückenlose Schicht
ergeben und dichtet gegen aufsteigende Bodenfeuchtigkeit und gegen
Kapillarwasser.
2.2. Pappen-
und Dichtungsbahnen
Pappen und Dichtungsbahnen werden für vertikale und
horizontale Abdichtungen gegen Feuchte und schwach chemische Einflüsse
verwendet.
Die Bezeichnung erfolgt nach dem
Quadratmetergewicht (z.B. 350g/m2 Rohpappe).
- Nackte Teerpappe: Mit
Teer durchtränkte Rohpappe, wird heutzutage kaum mehr
verwendet
- Nackte Bitumenpappe: Mit einer
Bitumenmasse durchtränkte Rohpappe.
- Teerabdichtungspappe: Mit einer
Teermasse durchtränkt und mit Bestreustoffen
bestreut
- Metallfolien: Werden
aus Aluminium, Blei und Kupfer gefertigt und
teilweise mit bituminösen Stoffen überzogen. Metallfolien werden auch als
Dampfsperren verwendet.
- PVC-Folien: Sind
unverrottbar und verschweißbar.
2.3.
Nichtbitüminöse Dichtungen
Dazu zählen:
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3.Ausführungen
Liegen die Erdberührten Umfassungsbauteile im
Grundwasser oder im Beriech des höchsten Grundwasserspiegels, so müssen diese
durch eine Wasserdruckhaltende Abdichtung geschützt werden. Dies wird durch
eine „weiße – bzw. schwarze Wanne“ erreicht.
weiße Wanne:
Die Außenwände und
Bodenplatten werden aus wasserundurchlässigem Beton hergestellt. Die Fugen
müssen mit Fugenbändern abgedichtet werden.
schwarze Wanne:
Grafiken wurden automatisiert entfernt bezeichnet die im Boden befindliche
Abdichtung. Es ist eine Bitumenschicht oder eine Kunststoffbahn, die
hauptsächlich gegen drückendes Wasser (Grundwasser) eingesetzt wird.
Zudem kann eine Drainage
angebracht werden:
Eine Drainage besteht
aus einer wasserdurchlässigen Schicht (Flächendrainage), die den gesamten
Erdreichberührenden Teil des Bauwerkes umgibt, und perforierten Drainagerohren zum
Ableiten des Wassers.
Zudem wird eine
Vliesschicht verwendet, damit das Rohr nicht „verschlammt“.
Grafiken wurden automatisiert entfernt 4. Verarbeitung
Um eine Außenwand abzudichten, kann eine
Bitumendickbeschichtung verwendet werden. Diese ist mehrlagig. Dazu wird die
Wand gereinigt und mit einem Bitumenvoranstrich versehen. Je nachdem, ob
drückendes Wasser vorhanden ist, muss die Schicht mindestens 3mm dick sein.
Nach Durchtrocknung wird die Abdichtung vor dem Erdreich geschützt (meist
Folien).
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Bitumen Schweißbahnen werden mit einem Brenner
verflüssigt und so wasserdicht verlegt. Sie werden unter anderem bei
Flachdächern verwendet.
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Zudem gibt es Spritzabdichtungen: Dabei wird die
Bitumenemulsion mit einer Düse auf den Untergrund aufgetragen. Diese können für
Kellerwände, Fundamente oder Bodenplatten verwendet werden.
5.Ökologische
Eigenschaften:
Bitumen
ist ein Naturprodukt, das umweltverträglich hergestellt, verarbeitet und
eingesetzt wird
Es
lässt sich über ein Recyclingsystem der Wiederverwertung zuführen.
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