Ursprung.
Wichtig sei, dass das Grundkonzept wie in diesem Fall so simpel und
allgemeingültig ist, dass es sowohl menschliche, als auch (bio)physikalische
Effekte behandeln kann, ohne dabei zu sehr zu generalisieren, wie es der
Davis-Zyklus täte.
Pluralismus & Zentralkonzept am Beispiel des Lillooet River
Slaymaker stellt seine vorangegangenen Forderungen an dem Beispiel des
Lillooet River's, welcher von ihm auf Sedimentquellen und Ablagerungsräume
untersucht wurde, dar. Hier handle es sich um ein riesiges Untersuchungsgebiet
mit großen zeitlichen und räumlichen Variationen, Zykluszeiten von tausenden
Jahren und vielen Ungewissheiten bzw.
Lücken im Verständnis der
Prozess-Zusammenhänge. Deshalb sei es hier notwendig Alternativszenarios
zuzulassen und bei der Verfahrensempfehlung bescheiden zu bleiben.
Es stellen sich die Fragen: Welche Räume müssen betrachtet werden? Wie
werden diese verändert? In welchen Zeit- und Raumskalen spielen sich Prozesse
ab? Worin liegen ihre gesellschaftlichen Bedeutungen?
Da zwar Einzelprozesse durch analytische Methoden zu großen Teilen
verstanden würden, das gesamte Beckengebiet jedoch ein komplexes System mit
nicht-verstandenen Wechselwirkungen auf verschiedensten zeitlichen und
räumlichen Ebenen darstelle und vor allem der Mensch als nicht physikalisch
erklärbarer Faktor auftrete, müsse hier in einem Team gearbeitet werden, dass
die Kompetenz trägt, all diese Ebenen und Skalen beckenweit zu behandeln.
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Dieser Ansatz setze natürlich eine Abkehr vom strikten Positivismus
voraus. Unter Berücksichtigung des Pluralismus, speziell dem Einbezug des
Realismus, könne das Sediment-Haushalt-Konzept als zentrales Konzept so neben
traditionellen geomorphologischen Fragen auch soziale Probleme behandeln und
der Geomorphologie neue gesellschaftliche Relevanz verleihen.