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50 Jahre Fernsehen mit dem ORF .doc

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50 Jahre Fernsehen mit dem ORF

Johanna Lehner

2005

Vorwort

„50 Jahre österreichisches Fernsehen“ – hinter diesem Titel verbirgt sich eine außergewöhnlich sagenhafte Geschichte. Seit dem August 1955 werden wir Österreicher immer wieder von neuen Highlights vom ORF erstaunt.

Egal ob Politik, Sport, die besten Filme aller Zeiten, berühmte Schauspieler oder weltbewegende Naturkatastrophen, alle finden sich im österreichischen Fernsehen wieder.

Der Einfluss der „Mattscheibe“ auf das gesellschaftliche Leben hat erstaunliche Bedeutung.

Stärker als jedes andere Medium hat das Fernsehen unsere Gesellschaft und unseren Alltag in den letzten 50 Jahren verändert und bestimmt.

Ich habe vor einiger Zeit in einer Zeitschrift einen sehr interessanten Artikel über das Jubiläumsjahr 2005 gelesen. In diesem Text wurde auch über die 50- jährige Fernsehgeschichte in Österreich berichtet.

Dieser Bericht brachte mich auf die Idee die Geschichte des Fernsehens näher zu erforschen.

Dies ist ein Einblick über ein halbes Jahrhundert des Mediums der bewegten Bilder, angefangen vom ersten Tag.


Inhaltsverzeichnis

1. Als die Mattscheibe zu flimmern begann, 1955-1964 Seite 1

1, Die ersten Versuche Seite 1

2, Der erste Sendungstag Seite 2

3, Höhepunkte des 1. Jahrzehnts Seite 2

o   Das Fernsehen zu Volksbildung

o   Stadtgespräche

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o   Die Bilanz

4, Die „Goldene Kamera“ Seite 4

2. Das Motto: Informations- Explosion, 1965-1974 Seite 5

1, Die schwarz- weiße Mattscheibe wurde zur farbenfrohen Mattscheibe

2, Höhepunkte des zweiten Jahrzehnts Seite 5

o   Zeit im Bild

o   Horizonte

o   Aktenzeichen XY.... ungelöst

o   Opernführer

o   Dinner for One

3, Religionssendungen Seite 7

3. Zwischen Mundl, Moik und Zeitgeschichte, 1975-1084 Seite 8

1, Höhepunkte des dritten Jahrzehnts Seite 8

o   Licht ins Dunkel

o   Ein echter Wiener geht nicht unter

o   Musikantenstadl

o   Wetten, dass..?

o   Dallas

2, Hugo Portisch – der politische und geschichtliche Korrespondent des ORFs schlecht hin Seite 10

4. Musik-Leben, Alltags-Leben, Tier-Leben, 1985-1994 Seite 11

1, Höhepunkte des vierten Jahrzehnts Seite 11

o   Seitenblicke

o   Universum

o   Klingendes Österreich

o   Kaisermühlen- Blues

2, 50 Jahre Kinderfernsehen in Österreich Seite 13

5. Talken, Singen und Taxifahren, 1995-2004 Seite 15

1, Höhepunkte des fünften Jahrzehnts Seite 15

o   Club 2

o   Willkommen Österreich

o   help- tv

o   Taxi Orange

o   Starmania

o   Expedition Österreich

o   MA2412

2, Krimis im ORF Seite 18

3, Die Fernsehgeschichte geht weiter Seite 20


1.    Als die Mattscheibe zu flimmern begann 1955-1964

das erste Jahrzehnt

 

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Diese Summe betrug ungefähr drei Monatsgehälter eines Besserverdieners. Das Fernsehen wurde auch als „technisches Wunder“ angesehen, was so mancher gar nicht fassen konnte.

„Das, was mich aber am meisten beeindruckte, war mein Großvater, er saß immer ganz knapp vor dem Fernseher und hörte nicht mehr auf laut zu lachen, weil sich die Bilder bewegten und er es nicht glauben konnte.“(ORF-Nachlese, Ausgabe 1/2005, Seite 61), erinnert sich eine heute 60- Jährige an die Anfangszeiten des Fernsehzeitalters in Österreich.

1.1 Die ersten Versuche

Bereits schon in früheren Jahren beschäftigten sich einige Techniker des Österreichischen Rundfunks mit dem Medium Fernsehen. Sie begannen 1951 Versuchsanlagen für das Fernsehen im Funkhaus in Wien zu bauen. Ende 1952 war es so weit, dass eine Kamera und die notwendigen, von den Technikern selbst gebauten Übertragungseinrichtungen vorgeführt werden konnten.

Im Herbst 1954 stellte sich das Fernsehen des Österreichischen Rundfunks zum ersten Mal der Öffentlichkeit vor. Bei einer Ausstellung vom Österreichischen Rundfunk anlässlich seines 30-jährigen Bestehens im Wiener Künstlerhaus, wurde ein Fernsehstudio eingerichtet.

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Ein halbes Jahr später war es dann so weit.

1.2 Der 1. Sendungstag

„Es ist Montag, der 1. August 1955, fünf Uhr nachmittags. Viele Österreicher bleiben auf dem Weg nach Hause neugierig vor den Schaufenstern der Elektrohändler stehen. Ein bläulicher Schimmer hat sie angelockt. Hinter den Auslagenscheiben sind einige, noch recht klobige Fernsehgeräte eingeschaltet.“, schreibt der ehemalige ORF- Journalist und Medienkenner Kurt Tozzer.

Ohne große Ankündigung in der Öffentlichkeit oder das symbolische Drücken eines Einschaltknopfs war der Österreichische Rundfunk in die Fernseh-Ära gestartet. Start war um 17.00 Uhr und gesendet wurde damals aus einem Klassenzimmer in der für das Fernsehen eingerichteten Schule in Wien-Meidling.

Das erste Fernsehprogramm wurde „Versuchsprogramm“ genannt und Franziska Kalmar ist als Ansagerin ins Bild gekommen. Anschließend an deren Begrüßung spielten die Wiener Philharmoniker die Egmont-Ouvertüre von Ludwig van Beethoven.

Danach diskutierten Chefredakteure österreichischer Tageszeitungen darüber, ob das Fernsehen der Presse schaden werde. Es scheint eben typisch für Österreich, das Neue vorsichtshalber zunächst einmal gleich in Frage zu stellen. „Wie die Jungen singen“, ein amerikanischer Kurzfilm beendete etwa eine Stunde später den ersten Sendetag.

 

1.3 Höhepunkte des 1. Jahrzehnts

 

Das Fernsehen zur Volksbildung

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Küchenchef Franz Ruhm, der erste Fernsehkoch, und Blumenspezialist Anton Eipeldauer gaben den österreichischen Hausfrauen hilfreiche Tipps fürs Kochen und die Gartengestaltung.

Die beliebteste Sendung des Bildungsfernsehens in der damaligen Zeit war „Wunder der Tierwelt“ mit dem berühmten Zoologen Otto Koenig. Mit grauem Kinnbart, gewelltem Haar und angezogen wie ein Afrikaforscher präsentierte er einmal im Monat die Lebensart der Tiere.

Er berichtete über Vögel, Schlangen, Fische, Hasen und vielen anderen Tieren, schuf einen Einblick in die Tierwelt und auch ein Verantwortungsgefühl für den Naturschutz.

Stadtgespräche

Großes Interesse zeigte das Publikum auch an der Diskussionssendung mit Helmut Zilk. Ab 1963 führte er mit vielen Prominenten, Politikern und auch Künstlern mitreißende Gespräche über aktuelle Themen. Helmut Zilk, später Fernsehdirektor und Wiener Bürgermeister, wurde dadurch zur Sensation wurden.

Guten Abend am Samstag

Seit dem Jahr 1957 hieß es jeden Samstag „Gut´n Abend die Madln, servas die Buam!“. Heinz Conrads berühmte Begrüßungsformel blieb vielen in Erinnerung. Der Grund, warum man am Samstagabend auf den Fernsehknopf drücken musste, war er. Man brauchte keine aufwendige Inszenierung zu machen, es genügte, wenn der „Heinzi“ da war.


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