2. Generation der RAF (1975 - 1981)
1.Aktivitäten der 2. Generation der RAF
2.Haftbedingungen und Gefangenenbefreiung
3.Personalisierung
und Internationalisierung
RAF: Rote Armee Fraktion (nicht zu Verwechseln
mit Royal Army Force (Englische Luftstreitkräfte)
PFLP: Popular Front for the Liberation of
Palestine
1. Aktivitäten der 2. Generation der RAF
Eine neue Gruppe der RAF bildete sich 1973 um Helmut Pohl und Magrit Schiller, die
allerdings ein Jahr später schon wieder zerschlagen wurde. Diese Gruppe wird als Gruppe 4.2 bezeichnet. Man könnte
die Gruppe 4.2. bereits zur 2. Generation der RAF dazu zählen da sie den Kampf
gegen den Staat sehr verschärfte. Diese Generation ist das erste Mal im April
1975 aktiv geworden, indem sie die Deutsche
Botschaft in Stockholm besetzten. Dadurch wurde der Terrorismus in
Deutschland rücksichtsloser, brutaler und internationaler als je zuvor. Die RAF
beging mehrere gezielte Morde an
wichtigen Personen im Bereich Staat und
Wirtschaft, unter Anderem gingen die Morde am Generalbundesanwalt Siegfried Buback
(1977) und dem Vorstandsvorsitzenden der
Dresdner Bank Jürgen Ponto auf ihr Konto.
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folgendermaßen geschildert:
Die Irrflug des entführten Flugzeuges
„Landshut“ von Rom über Zypern (Lanarka), Bahrein (Dubai), Jemen (Aden), nach
Somalia (Mogadischu); Ermordung des Flugkapitäns; Rettung der Geiseln durch
GSG-9; Tod dreier Entführer; Baaders, Raspes und Ensslins Selbstmord im
Gefängnis in Stammheim; Ermordung des Arbeitgeberpräsidenten Schleyer.
Diese Zeit war der Höhepunkt einer der
schwersten Krisen in der Bundesrepublik Deutschland und hatte den Namen „Deutscher Herbst“. Wobei das auch das
Ende war! Jetzt:
Deutscher Herbst: Helmut Schmidt - Rede an die
Nation
http://www.youtube.com/watch?v=aMxJ0Kn1r6o&feature=related
Die RAF verlor einen Großteil der vorhandenen
Sympathien in der linken Unterstützerszene im „Deutschen Herbst“.
Sie brauchten sehr lange um sich von dieser Niederlage zu erholen und um einen
strategischen Neuanfang zu beginnen. Erste Lebenszeichen zeigte die RAF wieder
im Frühjahr 1979 durch mehrere Banküberfälle. Schließlich begingen sie
am 25. Juni 1979 einen Anschlag auf den NATO-Oberbefehlshaber Alexander Haig,
dem er allerdings entkam. Sie begingen mehrere Angriffe gegen Amerika, unter anderem
einen Bombenanschlag auf einen
Stützpunkt der amerikanischen Luftstreitkräfte und einen Raketenanschlag auf den US-General Frederick Kroesen.
2. Haftbedingungen und Gefangenenbefreiung
Die Handlungen
der RAF wurden durch Baader, Ensslin und
Meinhof bestimmt, sogar aus
dem Gefängnis heraus.
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Mobilisierung größerer Menschenmassen,
die sich gegen die scharfen Haftbedingungen des Staates
wandten. Allerdings vernachlässigten
sie ihre eigentlichen internationalen
Belange, welche ihr ursprüngliches Ziel waren.
Nachdem sich die Wortführer umgebracht
hatten, hatte die 2. Generation keine
eigenen Strategiepapiere, sondern bekannte sich mit kurzen
Bekennerschreiben zu ihren Anschlägen.
Sie verloren
das internationalistische
Selbstbewusstsein der 1. Generation, da sie das Ziel, revolutionärer
Verhältnisse zu schaffen um die inhaftierten Genossen zu befreien, aus den
Augen verloren. Nach dem Scheitern der Mission bekamen sie langsam ihr
Selbstbewusstsein zurück.
3. Personalisierung und Internationalisierung
Die RAF hat sich die Gefangenenbefreiung als oberstes Ziel gesetzt. Um ihr Ziel zu erreichen erhöhten sie den Druck auf die deutschen Behörden.
Einerseits personalisierten sie
ihre Angriffe, andererseits internationalisierten sie sie. Gezielte Morde von wichtigen
Persönlichkeiten des Staates folgten um die Befreiung der Gefangenen zu
erzwingen. Dies war die erste Eskalationsstrategie.
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eine große Publizität erreichen,
sodass die Bundesregierung die Gefangenen freilassen würde. Da die Aktion scheiterte, lies die RAF
zunächst internationale Aktionen bleiben
(Tote: 2 Geiseln, 2 RAF-Mitglieder).
1976 fasste sie einen Doppelbeschluss:
1.Die Zusammenarbeit mit internationalen Befragungswegen zu
intensivieren
2.Kommandos zur Befreiung der Gefangenen in Deutschland zu
bilden
Diese beiden
Strategien waren schlecht zu
vereinen. Das wurde durch ihre
nächste Aktion, die Entführung
von Schleyer, deutlich. Die Bundesregierung beabsichtigte Zeit zu
gewinnen um das Versteck der Entführer ausfindig zu machen. Dadurch musste sich
die RAF mit Schleyer im europäischen Ausland verstecken. Schleyer wurde ermordet in Müllhausen/Frankreich gefunden (19. Oktober
1977). Um die möglicherweise freigepressten RAF-Mitglieder unterzubringen, reiste ein Teil der RAF nach Bagdad.
Die RAF lehnte die Besetzung der deutschen Botschaft in Kuwait ab,
allerdings stimmten sie einer Flugzeugentführung zu. Diese Aktion
wurde mit dem gleichen Ziel
gestartet. Auch diese Aktion scheiterte
und durch sie war die RAF gezwungen
ihren Terrorismus zu internationalisieren.
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mit folgenden Worten distanziert hatte:
„Die Aktionen der
Untergrundkämpfer/Stadtguerilla richtet sich nie gegen das Volk. Im Angriff auf
den Staat kann Terrorismus keine Waffe der Stadtguerilla sein.“
Die 2.
Generation hatte die Prinzipien
der 1. Generation schon mit der Besetzung der Botschaft in Stockholm verletzt. Dies, sowie die Verhaftung der meisten
Mitglieder führte zu ihrem Untergang.
Jetzt:
RAF Lufthansa Entführung 1977 *Mogadischu*
http://www.youtube.com/watch?v=fPZFP0AyoFg
Quellen:
Brockhaus Enzyklopädie
Der Spiegel
Duden Basiswissen 10. Klasse, Geschichte
Focus.de
welt.de
youtube.com
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